
Die angebotenen Naturheilverfahren - ein
kurzer Überblick
Am Anfang steht die Beratung über eine gesunde Lebensführung
und Ernährung. In die Auswahl des
geeigneten Therapieverfahrens fließen auch die Einstellungen und
Erwartungen des Patienten ein.
Unter Phytotherapie versteht man die Behandlung mit Heilpflanzen. Die
Zubereitungen werden je nach
Krankheitsbild äußerlich aufgebracht oder eingenommen. Besonders
beliebt sind nach individueller
Rezeptur vom Apotheker hergestellt Heiltees. Bei fast allen Erkrankungen
können Heilpflanzen als
Zusatztherapie oder auch alleine eingesetzt werden.
Physikalische Maßnahmen wie Bäder, Güsse und Wickel
können vom Patienten zuhause durchgeführt
werden. Sie kommen im Rahmen der Krankheitsvorbeugung zur Anwendung
oder z.B. bei
fieberhaften Erkrankungen, Verschleißerkrankungen, Durchblutungsstörungen,
Stoffwechselstörungen
und psychischen Beschwerden.
Die Eigenblutbehandlung wird zur Immunmodulation oder -stimulation z.B.
bei Allergien, Neurodermitis
und zur Infektvorbeugung eingesetzt. Das aus der Vene entnommene Blut
wird evtl. verdünnt oder mit
Zusatz von Medikamenten in einen Muskel oder unter die Haut zurückgespritzt.
Eigenblut kann auch ohne Spritze als Nosode verabreicht werden. Aus
dem Ohrläppchen oder Finger wird ein Bluttropfen gewonnen, der
in einem Verdünnungsverfahren zu einem homöopathischen Medikament
aufbereitet wird. Diese Methode der Eigenblutbehandlung kommt besonders
bei Kindern zum Einsatz.
Auch die Neuraltherapie wird im weiteren Sinne den Naturheilverfahren
zugerechnet. Vor allem Kopf- und
Nackenbeschwerden, Rückenschmerzen und bestimmte Organstörungen
werden mit kleinen Mengen
eines örtlich wirkenden Betäubungsmittels behandelt, das vorwiegend
als Quaddel in die Haut gespritzt
wird oder als Infiltration in die Muskulatur. Werden sog. Störfelder,
z.B. Narben, unterspritzt, kann es zum
sog. Sekundenphänomen nach Huneke kommen und Beschwerden an anderer
Stelle hören schlagartig
auf.
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